Streckenplan Ende der 1980er Jahre

Die Entwicklung der Bahnstrecke nach Kriegsende
Bei Kriegsende waren alle vier Eisenbahnbrücken der Heidekrautbahn zerstört und der Zugbetrieb ruhte, aber bereits im Juni 1945 konnte der Verkehr auf einem Teilstück wieder aufgenommen werden. Die NEB wurde im Gegensatz zu anderen Privatbahnen im Osten Deutschlands nicht enteignet. Obwohl 1959 die Deutsche Reichsbahn den Betrieb der Heidekrautbahn übernahm, bestand die Bahngesellschaft mit Sitz im Westteil Berlins weiter.


Nach dem Mauerbau
Mit dem Mauerbau wurde dann die durchgehende Linie nach Berlin gekappt; ab dem 9. November 1961 führte sie nur noch bis Schildow. Ein Anschluss an den südlichen Schienenstrang (Berlin-Blankenfelde) wurde über die bestehende Umgehungsbahn Berlin-Karow-Basdorf und Wensickendorf-Oranienburg mit Behelfsbahnsteig in Blankenburg geschaffen. Diese 1950 in Betrieb genommene Strecke ermöglichte die Führung der Züge der Deutschen Reichsbahn zur Nordbahnstrecke, ohne Westberlin zu berühren. Später wurde diese Strecke noch durch die Haltestellen Schönwalde und Schönerlinde vervollständigt. Durch die Verlegung des Startbahnhofs nach Berlin-Karow konnte man direkt vom S-Bahnsteig aus umsteigen, was der ständig steigenden Zahl der Reisenden entgegenkam.


Betriebseinstellung einer Teilstrecke
Dagegen gingen die Fahrgastzahlen auf der Strecke der Stammbahn zwischen Blankenfelde und Basdorf stetig zurück. Denn hier pendelten vor dem Bau der Berliner Mauer überwiegend die Arbeiter des damaligen VEB Bergmann Borsig. Aus diesem Grunde musste der Betrieb dieser Reststrecke der ursprünglichen Niederbarnimer Bahn 1983 eingestellt werden.


KAG "Region Heidekrautbahn" , 2002
Bild- und Textquellen: Opravil, Jürgen: "Die Heidekrautbahn - eine Chronik" (Berlin, 1999)

 

   
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