Die KAG setzt sich für die Wiederinbetriebnahme des historischen Südasts für den SPNV ein


Durch den Mauerbau in den 1960er Jahren musste der Berliner Startbahnhof der Heidekrautbahn von Berlin-Reinickendorf (heute Haltepunkt Wilhelmsruh) nach Berlin-Karow verlegt werden. Diese Nutzung der ursprünglich für den Güterverkehr eröffnete Umgehungsstrecke für den Schienenpersonnennahverkehr ermöglichte die Führung der Züge zur Stettiner Bahn, ohne Westberlin zu berühren.

Seit der Wiederaufnahme des Bahnbetriebes durch die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) besteht das prioritäre Ziel, die historische Strecke wieder für den regulären Personennahverkehrsbetrieb aufleben zu lassen und an den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen anzubinden.

 

Geplante Wiederinbetriebnahme der südlichen Stammbahn und des Nordastes der Heidekrautbahn

 

Info-Broschüre zur Reaktivierung der Heidekrautbahn


In einem Informationsheft beschreibt die KAG "Region Heidekrautbahn" die Notwendigkeit und die Erfordernisse der Wiederinbetriebnahme der zur Zeit ruhenden Streckenabschnitte. Es handelt sich zum einen um die besagte derzeit nur für den Güterverkehr genutzte historische Stammstrecke von Schönwalde bis Wilhelmsruher Damm im Süden, die bis zum Bahnhof Gesundbrunnen erweitert werden soll. Im nördlichen Bereich strebt die KAG in einem zweiten Schritt die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf dem stillgelegten Abschnitt von Wensickendorf nach Liebenwalde an.

Das Informationsheft stellt die Bedeutung der Reaktivierung der Heidekrautbahn für die Region im nördlichen Berliner Umland dar und gibt Anregungen für weiterführende Schritte und eine zielführende Zusammenarbeit der beteiligten Akteure.

Broschüre zur Reaktivierung der Heidekrautbahn (Stand Juli 2008)(pdf-Datei, ca. 5 MB)

 

Juni 2008: Berlin und Brandenburg führen Nutzen-Kosten-Untersuchung durch


Durch die Länder Berlin und Brandenburg wurde eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für verschiedene Varianten einer verbesserten Einbindung der Heidekrautbahn nach Berlin beauftragt. 
Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Raumaufteilung


September 2010: Hervorragender Nutzen-Kosten-Wert von 2,4


Der ermittelte Nutzen-Kosten-Wert für die Reaktivierung der historischen Stammstrecke mit Weiterführung nach Gesundbrunnen weist mit 2,4 auf einen ausgesprochen hohen Nutzen hin. Es ist der höchste Wert aller drei Vorzugsvarianten, die abschließend aus der NKU abgeleitet worden sind.

Die KAG ist davon überzeugt, dass bei weiterführenden Entscheidungen die Verbesserung des ÖPNV-Angebots in bisher unterversorgten Siedlungsbereichen wie das Mühlenbecker Land in Brandenburg oder das Märkische Viertel in Berlin sowie die Sicherung des Bahnanschlusses des Gewerbegebiets Pankow-Park im Vordergrund stehen müssen. Dringender Handlungsbedarf besteht insbesondere angesichts der in Aussicht gestellten Möglichkeit, die erforderlichen Infrastrukturinvestitionen in Berlin aus den Rückflüssen der S-Bahnbestellung in 2010/11 zu finanzieren.

Zwischenstand der NKU September 2010

 


KAG "Region Heidekrautbahn", 2011
Bildmaterial: eigenes Archiv

   
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